Fatmir Vata

Aus WikiWaldhof
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fatmir Vata
Spielerinformationen
Voller Name Fatmir Vata
Geburtstag 20. September 1971
Geburtsort Rrëshen, AlbanienAlbanien Albanien
Position Offensives Mittelfeld
Vereinsinformationen Karrierende
Vereine in der Jugend
AlbanienAlbanien NK Orijent Rijeka
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
07/1991 - 12/1991
01/1992 - 06/1993
07/1993 - 06/1995
07/1995 - 06/1998
07/1998 - 12/1998
01/1999 - 12/1999
01/2000 - 06/2001
07/2001 - 06/2007
07/2007 - 06/2009
08/2009 - 06/2010
10/2013 - 06/2015
KroatienKroatien KS Burreli
KroatienKroatien KF Tiranë
KroatienKroatien NK Orijent Rijeka
KroatienKroatien NK Samobor
KroatienKroatien NK Slaven Belupo Koprivnica
KroatienKroatien NK Vukovar '91
DeutschlandDeutschland SV Waldhof Mannheim
DeutschlandDeutschland Arminia Bielefeld
DeutschlandDeutschland TuS Koblenz
DeutschlandDeutschland Wuppertaler SV
DeutschlandDeutschland FC 08 Boffzen



26 0(5)
11 0(1)
13 0(2)
47 (14)
128 (19)
44 0(5)
15 0(1)
1 0(2)
Nationalmannschaft
1996 – 2002 AlbanienAlbanien Albanien 17 0(0)
Stationen als Trainer
07/2016 - 06/2018 DeutschlandDeutschland FC Gütersloh 2000

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
 Stand: 29. September 2020

Fehler entdeckt?
Dann schicken Sie hier eine Korrektur ab.

Vorlage:Infobox Fußballspieler/Veraltete Parameter

Fatmir Vata (* 20. September 1971 (53 Jahre) in Rrëshen, Albanien) ist ein ehemaliger albanischer Fußballspieler.

Laufbahn

Der offensive Mittelfeldspieler Vata begann seine Fußballerkarriere bei NK Samobor in Kroatien, spielte dann ab 1995 bei NK Slaven Belupo Koprivnica sowie ab 1997 beim NK Vukovar '91. Während der Saison 1999/2000 wechselte er zum deutschen Zweitligisten Waldhof Mannheim. Unter dem ehemaligen Coach Uwe Rapolder spielte er in 47 Spielen "den besten Fußball seiner Karriere"[1] und erzielte dabei 14 Tore. Rapolder erinnert sich an eine Begegnung mit Ewald Lienen. Als dieser Vata die Hand geben sollte, flachste Lienen: "Nein, dir nicht, du fällst sonst ja gleich."[2]

Im Juni 2001 wechselte Fatmir schließlich zu Arminia Bielefeld. Dort traf er wieder auf Coach Uwe Rapolder und kickte u.a. mit Marcio Borges, Michael Fink und Ervin Skela zusammen, die alle ebenfalls eine Waldhof-Vergangenheit aufweisen.

Zur Saison 2002/2003 stieg er mit dem DSC in die 1. Fußball-Bundesliga auf, schaffte den Klassenerhalt aber nicht. 2004 folgte dann der sofortige Wiederaufstieg.

Vata war der albanische Fußballer des Jahres 2004. Er bestach durch seinen kämpferischen Einsatz und seine Laufbereitschaft. Allerdings hatte er auch den Ruf als Schwalbenkönig, welcher auch dadurch entstand, dass manch Gegenspieler ihn aufgrund seiner Quirligkeit nur durch ein Foul stoppen konnte. Vata galt als einer der meist gefoulten Spieler der Liga. Nach seiner schweren Verletzung vor Saisonbeginn 06/07 (Kreuzbandriss)[3] war er jedoch nur noch Ersatzspieler. Da er unter Trainer Ernst Middendorp keine Berücksichtigung mehr erhielt, erteilte ihm der Verein zur Saison 2007/08 die Freigabe und er durfte die Arminia - trotz Vertrages bis 2008 - ablösefrei verlassen. Sein wohl letztes Tor für die Arminia erzielte er am 33. Spieltag der Saison 2006/07 im Heimspiel gegen Hannover (3:1). In Erinnerung bleibt seine Auseinandersetzung mit Oliver Kahn während einem Pokalspiel 2005 gegen den FC Bayern München.

Zur Spielzeit 2007/08 wechselte Vata zur TuS Koblenz, wo er wieder auf seinen ehemaligen Coach Uwe Rapolder traf. Nach dem bitteren Hinrunden-Aus durch seinen Achillessehnen-Riss gelangen ihm in der Rückrunde 2009 noch einige Tore und Vorlagen.[4] Am 27. August 2009 gab dann der Drittligist Wuppertaler SV die Neuverpflichtung des Albaners bekannt.[5] Er kam ablösefrei und erhielt einen Vertrag bis Mitte 2010. Er soll mehr Genauigkeit in das Spiel der Wuppertaler bringen. Doch auch Vata konnte den Abstieg des Wuppertaler SV nicht verhindern. Er erhielt daraufhin keinen weiteren Vertrag in Wuppertal und beendete seine Karriere.

Nach seinem Karriereende 2010 war Fatmir Vata als Spielerberater tätig.[6] Am 27. Oktober 2013 verkündete er sein Comeback beim FC 08 Boffzen;[7] Er gab am 28. Oktober 2013 im Alter von 42 Jahren sein Debüt in der Bezirksliga Hannover 4 gegen den SSG Halvestorf.[8] Nachdem Boffzen in Vatas Premierenjahr aus der Bezirksliga in die Kreisliga A abgestiegen war, glückte in der Folgesaison der direkte Wiederaufstieg.[9] Fürs Training hatte Vata jedoch keine Zeit, der nur zu den Meisterschaftsspielen aus Bielefeld ins rund 100 Kilometer entfernte Boffzen fuhr.

Nationalmannshaft

Vata absolvierte 17 Länderspiele. Aufgrund persönlicher Differenzen mit Nationaltrainer Hans-Peter Briegel lief er danach nicht mehr für die albanischen Nationalmannschaft auf.

Trainer

Im Jahr 2015 erwarb Vata in Albanien den Fußball-Lehrer-Schein. Als Trainer ist er seitdem für die Fußballschulen von Hannover 96 und VfL Bochum tätig.

Im Sommer 2016 übernahm Vata als Nachfolger von Heiko Bonan das Traineramt des FC Gütersloh 2000 aus der Oberliga Westfalen.[10] "Da habe ich gemerkt, wie anspruchsvoll der Job ist", lachte er. "Man ist nicht nur Trainer, sondern Papa, Lehrer und Psychologe. Ich habe von all meinen Trainern etwas gelernt, aber am meisten von Uwe Rappolder."[11]

In der Saison 2016/17 errang er mit dem Verein den 10. Tabellenplatz, aber am Saisonende wurde der Vertrag nicht verlängert.[12] In Gütersloh traten während der Saison finanzielle Probleme auf[13] und der Club konnte - auch durch die Hilfe Vatas - erst in letzter Sekunde die Insolvenz vermeiden.[14] Der Club kürzte dann seinen Namen auf FC Gütersloh.

Privates

Fatmir Vata ist verheiratet, hat zwei Söhne und wohnt mit seiner Familie in Bielefeld. Nach einem historischen Sieg über die Nationalmannschaft der Türkei bekam Vata wie alle seine Teamkollegen einen rechtsgültigen Diplomatenausweis.

Titel / Erfolge

  • Albaniens Fußballer des Jahres 2004
  • Aufstieg in die 1. Bundesliga 2002 und 2004 mit Arminia Bielefeld
  • Aufstieg in die Hrvatska Nogometna Liga 1999 mit NK Vukovar ’91

Bilder

Vereinsspiele

Liga Jahr Verein Spiele Tore
2. Bundesliga 1999-2000 SV Waldhof Mannheim 15 5
DFB-Pokal 1999-2000 SV Waldhof Mannheim 0 0
2. Bundesliga 2000-2001 SV Waldhof Mannheim 32 9
DFB-Pokal 2000-2001 SV Waldhof Mannheim 1 1


Einzelnachweise

  1. Deine Helden von damals: Fatmir Vata wettmaxx.com vom 19.4.2017, abgerufen am 29. September 2019
  2. ER ist Waldhofs ewige Nummer 1 bild.de vom 28.8.2022, abgerufen am 1. April 2025
  3. Fatmir Vata erleidet Kreuzbandriss rp-online.de vom 19.5.2006, abgerufen am 29. September 2019
  4. Was wird jetzt mit Vata? bild.de vom 3.6.2009, abgerufen am 29. September 2019
  5. WSV verpflichtet Fatmir Vata wz.de vom 27.8.2009, abgerufen am 29. September 2019
  6. Spielerprofil auf transfermarkt.de
  7. Der FC 08 Boffzen hat einen unfassbaren Transfer-Coup gelandet.
  8. Fatmir Vata wieder aktiv als Fußballer
  9. Der Fußball lässt ihn nicht los westfalen-blatt.de vom 9.9.2015, abgerufen am 29. September 2019
  10. Fatmir Vata wird neuer Trainer des FC Gütersloh radioguetersloh.de vom 18.3.2016, abgerufen am 29. September 2019
  11. Was macht eigentlich… Fatmir Vata mein-bielefelder.de vom 18.5.2018, abgerufen am 29. September 2019
  12. FCG: Vata will erhobenen Hauptes gehen die-glocke.de, abgerufen am 29. September 2019
  13. Deine Helden von damals: Fatmir Vata wettmaxx.com vom 19.4.2017, abgerufen am 29. September 2019
  14. Bewegende Zeit geht zu Ende westfalen-blatt.de vom 11.7.2019, abgerufen am 17. Juni 2020

Weblinks



Sie wollen hier in mehr als 20.000 Artikeln Ihre Werbung sehen? Schreiben Sie uns einfach an.